uͤber zornig wird, ſo kann Er und der alte Lord — obgleich ich es nicht unbruͤderlich meine, beide miteinander zum Teufel gehen.“
Als die drey am Fruͤhſtuͤck⸗Tiſch verſammelt waren, da ließ ſich vielleicht kein auffallenderer Con⸗ traſt denken, als der des ſtrahlenden Angeſichts Luciens gegen den zerriſſenen und kläglichen Aus⸗ druck, der die ſchoͤnen Zuͤge ihres Geliebten entſtell⸗ te. So merklich war die Veraͤnderung, welche Eine Nacht bei Clifford hervorgebracht zu haben ſchien, daß ſelbſt der Saquire daruͤber betroffen und beunruhigt war. Aber Lucie, deren unſchuld⸗ volle Eitelkeit fuͤr dieſen Wechſel einen ſchmeichel— haften Grund aufzufinden wußte, troͤſtete ſich mit der Hoffnung, bald einen ganz andern Ausdruck auf dem Antlitz ihres Geliebten zu ſehen; und ob⸗ gleich ſie ſich ſchweigend verhielt und ihr Gluͤck tief und ruhig in ihr lag, war doch etwas in ihrem Auge und ihrem Munde, was Clifford wie ein Hohn auf ſein Elend vorkam und ihm das Herz verwundete. Er nahm ſich jedoch ſo weit zuſam⸗ men, um ein Geſpraͤch mit dem Saquire zu fuͤhren und, ſo gut er konnte, das Sichtbarwerden des noch in ihm tobenden Kampfes zu verbergen.
Der Morgen war feucht und truͤb; es war je⸗ ner feine, nebelnde Regen, der auf das Wachs⸗ thum des aſchgrauen Humors ſo aͤußerſt fruchtbar wirkt und der muntere Squire ermangelte nicht, ſeinen jungen Freund wegen ſeiner weibiſchen Em⸗


