Teil eines Werkes 
5.-7. Bändchen (1834)
Entstehung
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ein braver Junge, nicht wahr? nun nein, du mußt nicht ſo ſehr erroͤthen, es iſt nichts vorhan⸗ den,(denn in dieſen Dingen kann man nicht alle

ſeine Wuͤnſche erfullt haben, kann man nicht Alles

haben) deſſen man ſich zu ſchamen haͤtte! Sage mir jetzt, meine Lochter, meinſt du er liebe dich?

Wenn Lucie nicht geradezu mit Worten ant⸗ wortete, ſo bewegten ſich doch ihre anmuthigen Lippen ſo, als ob ſie leicht antworten koͤnnten; und zuletzt umzog ſie ein ſo ſuͤßes und zuverſicht⸗ liches Laͤcheln, daß der Squire, ſo ſehr er auf beſtimmte Ausdruͤcke drang, keine befriedigendere Beantwortung ſeiner Frage verlangte.

Ja, ja, Maͤdchen ſagte er und blickte ſie mit aller Zaͤrtlichkeit eines Vaters an,ich ſehe wie es ſteht. Und kann jetzt warum wendeſt du dich weg? was meinſt du, wenn ſich, wie ich glaube, obgleich es neidiſche Leute in der Welt giebt, wie es immer gab, wenn Einer ein ſchoͤner, oder geſcheuter, oder tapfrer Mann iſt, waͤhrend, bei⸗ laͤufig bemerkt, ſehr ſonderbarer Weiſe, wie mich duͤnkt, man Einen nicht, wenigſtens nicht ſo gehaͤſ ſig darum beneidet, wenn er ein Lord, oder reich iſt; vielmehr ganz im Gegentheil, Rang und Geld ſcheinen den Leuten die Meinung einzufloͤßen, es habe Einer alle Cardinaltugenden Hm, hm! wenn, ſag' ich, ſich zeigen ſollte, daß dieſer Herr Clifford ein Gentleman von gutem Herkommen