Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1834)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

138

den Arm ſeiner Tochter in den ſeinigen, bat mit freundlicher Stimme Clifford, ſie auf der andern Seite zu unterſtuͤtzen, befahl dem Bedienten mit Cliffords Pferd den Zug anzufuͤhren, und dem Kutſchet hintendrein oder zum Leufel zu gehen,

wie er wolle.

Schweigend bot Clifford Lucien den Arm und ſchweigend nahm ſie die Hoͤflichkeit an. Der Squi⸗ re war die einzige redende Perſon und der von ihm gewaͤhlte Gegenſtand war ihr nicht unan⸗ genehm: es wax das Lob ihres Geliebten. Aber Clifford hoͤrte kaum zu, denn tauſend Gedanken und Empfindungen kaͤmpften in ihm, und der leichte Druck von Luciens Hand auf ſeinem Arm waͤre allein ſchon hinreichend geweſen, ſeine Auf⸗ merkſamkeit zu zerſtreuen und zu verwirren. Die Dunkelheit der Nacht, die friſche Aufregung, der geraubte Kuß, der noch auf ſeinem Munde brann⸗ te, die Erinnerung an Luciens fuͤr ihn ſo ſchmei⸗ chelhafte Bewegung bei ſeinem Geſpraͤche mit ihr in Mauleverers Landgut, die noch waͤrmere bet ihrer unwillkuͤhrlichen Umarmung, die noch durch jeden Nerven ſeines Koͤrpers zuckte Alles das vereinigte ſich mit der wonnevollen Empfindung, die er jetzt in ihrer Nähe genoß, ihn zu berauſchen

und zu entflammen.

O dieſe brennenden Augen⸗

blicke in der Liebe, wenn die Schwaͤrmerei eben in Leidenſchaft hinubergeſchmolzen iſt, und ohne

das Geringſte von ihrer wonnevollen Ueberſchwaͤng⸗