136 ſich den wohlwollenden Gefuͤhlen hingeben zu duͤr⸗
fen, die er immer gegen den verdaͤchtigten und
verleumdeten Clifford gehegt; er wandte ſich von Lucien weg und ſchuͤttete ſein Herz gegen ihren Retter aus. Er faßte ihn mit Waͤrme bei der Hand und beſtand darauf, er muͤſſe ſie im Wagen nach Bath begleiten und den Bedienten ſein Pferd reiten laſſen. Dieß Anerbieten ſtand noch in der Wage, als der Bediente, der inzwiſchen nach dem Befinden und Zuſtand ſeines Dienſtgenoſſen geſe⸗ hen hatte, die Geſellſchaft mit klaͤglichem Tone von etwas benachrichtigte, was ſie in der Verwir⸗ rung und im Dunkel der Nacht nicht bemerkt hat⸗ ten— daß nemlich Pferde und Kutſcher— fort ſeyen!
„Fort!“ ſagte der Squire,„Fort! Nun die Schufte koͤnnen ſie doch nicht,(ich meines Theils glaube, obgleich ich von ſolchen Wundern ſchon ge⸗ hoͤrt, an dergleichen Streiche nicht,—) eingeſackt haben!“
Jetzt ließ ſich ein leiſes Brummen vernehmen und der Vediente fand, einem ſympathetiſchen Zuge an den Ort, woher es kam, folgend, die mächtige Geſtalt des Kutſchers vollkommen gebor— gen, das Geſicht gegen den Boden, mitten im Graben. Nachdem dieſer Ehrenmann wieder auf die Beine gebracht worden war und ſich wieder zur Beſinnung emporgearbeitet hatte, vernahm man: als der Raͤuber die Pferde angehalten,


