Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1834)
Entstehung
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obgleich kein Held, und die Nerven eines alten Fuchsjägers erholen ſich bald von einem kleinen Schrecken. Das Bild ſeiner ſeligen Frau war ihm noch unſchaͤtzbarer als Lucien und der Zorn ſtieg bei dieſer neuen Forderung in ihm auf.

Er ballte die Faͤuſte und auf ſeinem Sitz gleichſam vorruͤckend, rief er mit lanter Stimme:

Fort Schurke, ich gab dir, ſo denke ich mei⸗ nes Theils, ſchon zu viel, und bei Gott du ſollſt das Vild nicht haben.

Zwingen Sie mich nicht, Gewalt zu brau⸗ chen! ſagte Auguſtus, ſetzte einen Fuß auf den Wa⸗ gentritt und hielt die Piſtole auf einige Zoll Ent⸗ fernung Lucien vor die Bruſt, vielleicht richtig berechnend: der Anſchein der ſie bedrohenden Ge⸗ fahr werde das ſicherſte Mittel ſeyn, den Squtre einzuſchuͤchtern. In dieſem Augenblick aber ſah ſich der gewaltige Moraliſt plotzlich von einer maͤch⸗ tigen Hand bei der Schulter gepackt, und eine leiſe, vor Zorn bebende Stimme, fluͤſterte ihm ins Ohr. Was auch die Worte ſeyn mochten, die an ſeine Gehoͤrorgane drangen ſie wirkten wie ein raſcher Zauber; und mit Erſtaunen ſahen der Squire und Lucie ihren Angreifer plötzlich abzte⸗ hen. Die Wagenthuͤre ward zugeſchlagen und kaum zwei Minuten, nachdem der Raͤuber wieder zu Pferd geſtiegen war, gab ſein Begleiter, bisher bei den Pferden aufgeſtellt, ſeinem Pferde die Sporen und der wiltommne Schall ſich entfernen⸗

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