Teil eines Werkes 
1.-4. Bändchen (1834)
Entstehung
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hatte, und ſeine eigene Gleichguͤltigkeit bei Lu⸗ ciens aufkeimender Neigung fuͤr Clifford, bis die Bekaͤmpfung nothwendig aber zugleich zu ſpaͤt war Alles dieß peinigte ſein Herz mit nagenden Sorgen und ſelbſt laut ſchluchzend ſagte er:dei⸗ ne Mutter, Kind! ach daß ſie noch lebte! ſie wuͤr⸗ de dich nie ſo vernachlaͤßigt haben, wie ich that!

Die Selbſtanklagen des Squire ſtillten Luci⸗ ens Thraͤnen fuͤr den Augenblick; ſie bedeckte ih⸗ res Vaters Hand mit Kuͤſſen, und antwortete nur mit heftigen Vorwuͤrfen gegen ſich ſelbſt, und Lob⸗ preiſungen ſeiner allzugroßen väterlichen Guͤte und Zaͤrtlichkeit. Dieſer kleine Ausbruch von redlicher und einfacher Liebe auf beiden Seiten endigte mit einem Schweigen voll zaͤrtlicher und vermiſchter Gedanken; und als Lucie noch an die Bruſt des alten Mannes ſich ſchmiegte, der doch von ſonder⸗ barer Gemuͤthsart, im Verſtand ſogar weniger als mittelmaͤßig und überhaupt eine Perſon war, die nach Alter, Geiſt und Neigungen zum Ver⸗

trauten der Liebe eines jungen, enthuſiaſtiſchen

Mädchens am allerwenigſten geeignet ſchien: da fuͤhlte ſie die alte, einleuchtende Wahrheit, daß es wenige Menſchen giebt, in dieſer falſchen Welt, auf die man ſich in allem Mißgeſchick ſo ruhig verlaſſen kann, wenige, die das Vertrauen ſo zartfühlend und gewiſſenhaft ehren, wie diejenigen, welchen wir das Daſeyn verdanken.

Vater und Tochter hatten einige Minuten ge⸗