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und iſt ſo geſetzt und ſo ſtolz, während ſie neben ihm an die Arbeit geht. Ich weiß nicht, ob Harley an jenem Morgen in dem blauen Buche große Fortſchritte machte; aber kurze Zeit nachher hielt er in dem Oberhaus eine Rede und über⸗ traf darin Alles, was ſeine ſanguiniſchſten Freunde von ſeinen Talenten ſich verſprochen hatten. Nachdem die Süßigkeit des Ruhms und das Bewußtſeyn, ſich nützlich machen zu können, einmal voll gekoſtet war, konnte man mit Sicher⸗ heit darauf zählen, daß Harley ſeine Beſtimmung erfüllen werde. Ein Jahr ſpäter, und ſeine Stimme war eine der einflußreichſten von England. Sein früherer Durſt nach Ruhm erwachte auf's Neue— jetzt nicht unbeſtimmt und träumeriſch, ſondern geadelt durch die Vaterlandsliebe und durch den Willen gekräftigt. Und als eines Abends nach einem ausgezeichneten Triumphe fein Vater ihn nach Hauſe begleitete, kam Violante, welche bei aller ihrer leuchtenden Liebenswürdigkeit in Abweſenheit ihres Herrn nie ausging, um unter Gecken und Schmeichlern die Würde des Namens zu erniedrigen, den ſie zu erheben ſtrebte— ihm entgegen⸗ geeilt. Harley's älteſter Sohn, welcher der Kinderſtube noch nicht entwachſen war, hatte länger als gewöhnlich aufblei⸗ ben müſſen— vielleicht weil Violante den Triumph des Gatten ahnte und den Wunſch hegte, daß der Knabe ihn theile. Der alte Graf winkte das Kind zu ſich und legte mit ungewöhnlichem Ernſt die Hand auf ſeine krauſen Locken.
„Mein Knabe,“ ſagte er,„du magſt wohl trübe Zeiten in England erleben, bis dieſe Haare ſo grau ſind wie die meinigen, und es wird in Englands Ehre und Frieden viel


