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dem Land lebt, ſollte ein Weib haben. Die halbe Schlacht iſt damit gewonnen.“
„Was die Schlacht betrifft, ſo darf ein verheiratheter Mann verſichert ſeyn, daß er ſeine Hälfte davon abkriegt, obſchon's nicht immer die beſſere iſt,“ erwiederte der Pfarrer, der heute in beſonders ſcherzhafter Stimmung zu ſeyn ſchien. „Ach, Squire, wie lieb wäre es mir, wenn ich glauben könnte, Mrs. Hazeldean habe Recht in ihrer Vermuthung. Ihr würdet dadurch die hübſcheſte Schwiegertochter kriegen in allen drei Königreichen. Und ich denke, wenn ich die junge Dame abſeits von ihrem Vater in die Mache nehmen könnte, ſo ließe ſich wohl der einzige Einwurf beſeitigen, den ich gegen die Heirath zu erheben habe. Dieſe papiſtiſchen Irrthümer—“
„Ah, ſehr wahr!“ rief der Squire.„Dieſen Pabſt kann ich mir nicht aus dem Kopf ſchlagen. Ich wollte nichts dagegen ſagen, daß ſie eine Ausländerin iſt und vielleicht keinen Schilling in der Taſche hat— Gott ſegne ihr ſchönes Geſicht!— aber die Bilder in ihrem Zimmer anzubeten, ſtatt in die Pfarrkirche zu gehen, das iſt einmal nichts. Meint Ihr alſo, Ihr könntet ihr den Pabſt ausreden und ſie in den Familienkirchenſtuhl hineinſchwatzen?“
„Ei, ich wollte auch ihrem Vater den Pabſt ausgeredet haben, wenn er nicht, als er mir kein Wort mehr zu er⸗ wiedern wußte, zum Fenſter hinausgeſprungen wäre. Die Jugend iſt der Erkenntniß ihrer Irrthümer zugänglicher.“
„Ich geſtehe,“ ſagte der Squire,„wir Beide, ich und Harry, hatten unſern Lieblingsplan, bis uns dieſes italie⸗


