Teil eines Werkes 
6.-11. Bändchen (1853)
Entstehung
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. 1459 Marcheſa hatte den Eintretenden den Rücken zugekehrt; aber e Frank konnte ſehen, daß ſie weinte. nIch habe meinen Freund mitgebracht, damit er für ſich ſelbſt das Wort nehme, ſagte der Graf in franzöſiſcher r Sprache;und laßt Euch rathen, Schweſter: ſtoßt nicht alle Ausſicht auf ein wirkliches und gediegenes Glück von t⸗ Euch um einer eitlen Bedenklichteit willen. Seht Euch e Er entfernte ſich und ließ Frank mit Beatricen allein. n Und nun wandte die Marcheſa ihre Bewegung war e dabei ſo haſtig und ihr Blick ſo wild, daß es ſie eine gewal⸗ 6 tige Anſtrengung zu koſten ſchien das Antlitz gegen ihren Freier. Sie kam auf die Stelle zu, wo Frank ſtand. ieOh, ſagte ſie, ihre Hände zuſammenſchlagend,iſt 8 es wahr? Ihr wollt mich retten von Schande von r⸗ Kerkershaft; und was kann ich Euch dafür geben? Meine Liebe? Nein, nein. Ich will Euch nicht täuſchen. So jung, ir ſo ſchön, ſo edel Ihr ſeyd, liebe ich Euch doch nicht, wie Ihr ; geliebt werden ſolltet. Geht verlaßt dieſes Haus; Ihr be kennt meinen Bruder nicht. Geht, geht ſo lange ich noch ie Kraft, noch Tugend genug habe, zurückzuweiſen, was mich rd vor ihm ſchützen könnte. Wie immer auch mein ht Oh geht, geht! ht 4Ihr liebt mich nicht, verſetzte Frank.Ich muß hr dies freilich begreiflich finden; Ihr ſeyd ſo prächtig und mir ſo weit überlegen. Ich will der Hoffnung entſagen und ve Cuch verlaſſen, wie Ihr mich geheißen habt. Aber wenig⸗ ie ſtens das Recht, Euch zu dienen, werde ich nicht aufgeben, 92