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„Hu!“ antwortete der roué, welcher zu weiſe war, um je von etwas überraſcht zu werden,„habt Ihr ein perſön⸗ liches Intereſſe bei der Frage?“
„Ich?— Nein. Aber ein Freund von mir hat eben einen Brief von Levy erhalten und flog darauf in höchſt ertra⸗or⸗di⸗nä⸗rer Weiſe aus dem Zimmer— juſt wie Leute in jenen Tagen zu thun pflegten, wenn ihre Zeit um war. Und Ihr wißt, Levy iſt—“
„Nicht ganz ein ſo großer Eſel, wie der andere ſchwarze Gentleman, mit dem Ihr ihn vergleichen möchtet; denn Levy geht nie einen für ihn ſo ſchlimmen Handel ein. Zeit aus! Ohne Zweifel iſt dies der Fall geweſen. Ich möchte nicht in den Schuhen Eures Freundes ſtecken.“
„Schuhen?“ verſetzte Spendquick mit einer Art Schau⸗ der.„Ihr habt nie einen netteren Kerl oder einen Menſchen geſehen, der ſich mehr Zeit zu ſeinem Anzug genommen hätte, als im Allgemeinen bei ihm der Fall iſt. Und da Ihr von Schuhen ſprecht— er ſtürzte hinaus mit dem rechten Stiefel am linken Fuß und mit dem linken Stiefel am rechten. Sehr geheimnißvoll!“
Und zum drittenmal ſchüttelte Lord Spendquick den Kopf— und auch zum drittenmal ſchien er ihm wunderbar leer zu ſeyn.
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Fünfundzwanzigſtes Kapitel.
Frank war mittlerweile in Curzonſtreet angelangt. Er ſprang aus dem Cabriolet und klopfte an die Thüre,
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