Teil eines Werkes 
6.-11. Bändchen (1853)
Entstehung
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Freund. Ich bin in aller Eile aufgeboten worden, zu ver⸗ ſuchen, was ich für eine ſehr bezaubernde Clientin von mir thun kann, die ſich in großer pekuniärer Bedrängniß befindet, obſchon ihr Bruder ein ausländiſcher Graf und reich wie ein Cröſus iſt. Es findet eine Exekution in ihrem Hauſe ſtatt. Ich bin im Begriff, zu dem Gläubiger zu gehen, der ſie an⸗ ordnete, habe aber geringe Hoffnung, ihn zu beſchwichtigen, und fürchte außerdem, daß vor Ablauf des Tages noch An⸗ dere kommen werden. Dies iſt ein weiterer Grund, warum ich Geld brauche, wenn Ihr mir dazu helfen könnt, mon cher! Eine Exekution in dem Hauſe einer der prächtig⸗ ſten Frauen in London eine Exekution in Curzonſtreet, May fair! Man wird's in der ganzen Stadt erfahren, wenn ich nicht Einhalt thun kann. Der Eurige, in Eile Levy.

Nachſchrift. Laßt Euch das, was ich Euch ſchreibe, nicht zu ſehr anfechten. Ich würde Euch nicht behelligen, wenn Spendquick und Borrowell mir etwas bezahlen woll⸗ ten. Vielleicht könnt Ihr ſie dazu veranlaſſen.

Betroffen von Franks Stillſchweigen und Bläſſe legte jetzt Lord Spendquick in möglichſt theilnehmender Weiſe ſeine Hand auf die Schulter des jungen Gardeoffiziers und blickte mit der Freiheit, welche ſich Gentlemen in ſchwieri⸗ gen Lagen gerne gegen die vertrauliche Privatkorreſpondenz Anderer herausnehmen, in das Billet. Sein Auge fiel auf die Nachſchrift.

Oh, zum Henker mit ihm; aber das iſt zu ſchnöde Dich zu beauftragen, daß Du mich zur Bezahlung an