Teil eines Werkes 
6.-11. Bändchen (1853)
Entstehung
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gutmüthigen und liberalen Handlungen ſtets nur ſein eige⸗ nes Intereſſe verfolgt hatte, und er ſah recht gut ein, daß ihn Levy in ſeine Gewalt zu bekommen ſuchte, um ſeine Fähig⸗ keiten als Werkzeuge zum Graben von neuen Minen zu be— nutzen, von denen der Baron das Recht ſchöner Regalien anſprechen würde. Aber bei dieſem Gedanken zuckte Randals blaſſe dünne Lippe verächtlich, denn er vertraute ſeiner eige⸗ nen Kraft zu ſehr, um nicht der Ueberzeugung zu leben, er könne den Krallen des Wucherers entwiſchen, ſo bald es ihm gut dünke. Da ſein Gewiſſen ſchon vorher zum Schweigen gebracht war, ſo malte er ſich nach dieſer Erwägung die Zukunft bereits aufs Schönſte aus. Er ſah ſich wieder im Beſitz ſeiner Familiengüter, gleichviel, wie ſehr ſie auch ver⸗ ſchuldet waren, denn ſobald er ſie geſetzlich ſein Eigenthum nennen konnte, reichten ſie doch für den Lebensunterhalt eines Mannes von ſo wenigen Bedürfniſſen aus und befreiten ſei⸗ nen Namen von dem Titel des Abenteurers, mit dem man in reichen alten Ländern ſo freigebig gegen Perſonen iſt, deren Beſitzthum nur in ihrem Gehirne liegt. Er dachte wohl noch an Violante, aber nur wie einer von den Krämern der Civiliſation, welcher eine unbedeutende Münze oder eine Glasperle gegen den Goldſtaub eines Wilden umtauſcht; er dachte ſich Frank Hazeldean an eine ausländiſche Bettlerin von anrüchigem Ruf verheirathet und ſein Leben von den Vorſchüſſen friſtend, die er aus einer Post obit-Verſchrei⸗ bung des Caſinoguts bezog; er dachte an die Rache des ar⸗ men Squire und an die ausgedehnten Ländereien von Hazel⸗ dean, welche ſeine Habſucht bereits denen von Rood beifügte;

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