—.——— ———
6 92
richt von ſeinem Zuſammentreffen mit Leonard und von deſſen Auftrag gab und die Erlaubniß zu Vollziehung der⸗ ſelben einholte, fühlte Mr. Avenel, daß das Auge des Die⸗ ners ſpähend auf ihm haftete. Dieſe vermeintliche neue Demüthigung ſeines Stolzes brachte ihn noch mehr gegen ſeinen Neffen auf, denn es war ärgerlich, über den Aufbruch des jungen Mannes zu ſchweigen, noch verdrießlicher aber, eine Erklärung zu geben.
Nach einer kurzen Pauſe ſagte Mr. Avenel in unmuthi⸗ gem Tone—
„Mein Neffe verreist auf einige Zeit wegen einer Ge⸗ ſchäftsangelegenheit— thut, wie er Euch geheißen hat.“
Mit dieſen Worten wandte er ihm den Rücken zu und zündete ſeine Cigarre an.
„Dieſe Beſtie von einem Jungen,“ ſagte er im Selbſt⸗ geſpräch;„entweder ſoll dies ein Schimpf pder ein Erbieten zur Annäherung ſeyn. Im erſteren Fall hat er ſeinen Zweck gut erreicht, im anderen— nun dann wird er den Verſuch bald in achtungsvollerer und geeigneterer Weiſe wiederholen. Im Grunde kann ich nicht zu wenig Verwandte haben, bis mir Mrs. M'Catchley's Hand geſichert iſt. Eine Ehren⸗ werthe! Ich möchte doch wiſſen, ob ich dadurch nicht be⸗ rechtigt werde, dieſen Titel gleichfalls zu führen. Der verwünſchte Debrett gibt keine praktiſche Auskunft über ſolche Punkte.
Am andern Morgen wurden die Uhr und die Kleider, mit welchen Mr. Avenel ſeinen Reffen beſchenkt hatte, zu⸗
rück geſchickt. Es lag ein Briefchen bei, das Dank aus⸗
————
5


