Teil eines Werkes 
6.-11. Bändchen (1853)
Entstehung
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ſchlimmen Wendung war, die in dem Schickſal ſeines vor⸗ maligen Kunden ſtattfand; denn bei der Rückkehr nach ſeinen Tummelplätzen in der Nähe von Hazeldean und dem Caſino wußte er nichts eiliger zu thun, als Mrs. Fairfield von ſeiner Zuſammenkunft mit Leonard zu unterrichten. Als der peſtilentialiſche Landſtreicher bemerkte, ſie wiſſe nichts davon, daß ſich ihr Sohn unter dem Dache ſeines Onkels befand, gab er der Wittwe vielleicht aus Haß gegen Mr. Avenel, vielleicht aber auch nur aus reiner Schaden⸗ freude, aus der metaphyſiſche Kritiker den Charakter Jago's erklären und die ſicherlich ein Hauptelement in Mr. Sprotts geiſtiger Organiſation ausmachte eine ſo eindrucksvolle Beſchreibung von dem hochmüthigen Weſen ihres Bruders und der ſchönen Kleidung Leonards, daß Mrs. Fairfield von einer bittern unerträglichen Eiferſucht erfaßt wurde. Man hatte die Abſicht, ihr den Knaben zu rauben er ſollte zu vornehm gemacht werden für ſie. Sein Schweigen war jetzt erklärlich. Dieſe Art von Eiferſucht, welche immer mehr oder weniger eine weibliche Eigenſchaft iſt, fin⸗ det ſich oft in großer Stärke bei den Armen, und bei Mrs. Fairfield entwickelte ſie ſich um ſo kräftiger, weil in ihrer Verlaſſenheit der Knabe ihr Alles geweſen war. Und ob⸗ ſchon ſie ſich darein gefügt hatte, ihn von ſich zu laſſen, konnte ſie ſich doch nicht an den Gedanken gewöhnen, daß ihr ſeine Liebe entzogen werden möchte. Außerdem hafteten in ihrer Seele gewiſſe Eindrücke von einem Anſpruch auf ganz beſondere, mehr als kindliche Dankbarkeit, die Leonard ihr ſchulde Eindrücke, über deren Gerechtigkeit ſich ein Urtheil