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„Wohlan, Leonard,“ ſagte er nach einer Pauſe,„es iſt Zeit, daß ich Euch einen Blick thun laſſe in die Plane, die ich mit Euch vorhabe. Ihr kennt jetzt meine Lebensweiſe — ſchäs' wohl, ſie iſt ein Bischen anders, als Ihr's bis⸗ her gewohnt geweſen ſeyd. Ich habe jetzt an Euch gethan, was Niemand zuvor that, indem ich Euch gehoben habe in der Welt, und wo ich Euch hinſtelle, da müßt Ihr Euch ſelbſt forthelfen.“
„Dies iſt mein Wunſch, und ich erkenne darin meine Pflicht,“ verſetzte Leonard aus vollem Herzen.
„Gut. Ihr ſeyd ein geſcheidter Burſch, ein gentiler Burſch, und werdet mir Ehre machen. Ich war nicht mit mir im Klaren, was das Beſte für Euch ſeyn werde. Ein⸗ mal dachte ich daran, Euch in ein Collegium zu ſchicken. Ich weiß, dies iſt Mr. Dale's Wunſch, und vielleicht auch Euer eigener. Aber ich bin von dieſem Gedanken abgekom⸗ men und habe etwas Beſſeres für Euch. Ihr habt einen hellen Kopf für's Geſchäftsleben und ſeyd ein Ausbund von einem Rechner. Deshalb bin ich Willens, Euch zur Beauf⸗ ſichtigung meines Geſchäfts heranzubilden. Gelegentlich könnt Ihr ſelbſt in daſſelbe eintreten, und Ihr werdet ein reicher Mann ſeyn, noch eh' Ihr Euer Dreißigſtes erreicht habt. Na, wie gefällt Euch dies?“
„Mein theurer Onkel,“ entgegnete Leonard mit Offen⸗ heit, obſchon nicht ohne Rührung bei dem großmüthigen Anerbieten,„es ſteht mir nicht zu, eine eigene Wahl zu treffen. Ich würde ein Collegium vorgezogen haben, weil
ich mir dadurch eine unabhängige Stellung hätte erwerben Bulwer, meine Novelle. 41


