Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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rückzufordern, oder nach dem bekannten Thale zurückzu⸗ kehren, ſo wirſt Du ſtets Freunde finden, die Dir bis ans Ende der Welt folgen werden. Geh', Fabian, ich hoffe, noch glücklicher zu ſein, als Du, denn ich werde eines doppelten Glückes mich erfreuen, des meinigen... und des Deinigen.

Warum ſollten wir ähnliche Scenen des Langen und Breiten erzählen? Das Glück iſt ſo flüchtig, ſo un⸗ greifbar, daß es weder die Analyſe, noch die Beſchrei⸗ bung aushält.

Jetzt iſt nur noch ein Hinderniß zu beſiegen, hob der Jäger wieder an: der Vater dieſes jungen Mäd⸗ chens

Erwartet morgen ſeinen Sohn, unterbrach ihn mit leiſer Stimme Roſarita, deren vom Mond beleuch⸗ tete Wangen dieſes Mal feuerroth waren.

Wohlan! ich will den meinigen ſegnen! ſagte der Kanadier.

Fabian kniete vor dem Jäger nieder.

Letzterer zog ſeine Pelzmütze ab, hob zum Sternen⸗ himmel ſeine feuchten Augen empor, und ſprach:

O mein Gott! ſegne meinen Sohn, und laß ihn vön ſeinen Kindern geliebt werden, wie er ſelbſt ſeinen alten Roſenholz geliebt hat!

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An dem darauf folgenden Morgen kehrte der Sena⸗ tor ziemlich traurig nach Ariſpe zurück.

Ich wußte wohl, ſagte er bei ſich,daß ich den armen Don Eſtevan ewig zu beweinen haben würde. Ich hätte jetzt wenigſtens die Mitgift meiner Frau, einen Ehrentitel, und eine halbe Million. Seine Abweſen⸗ heit hat mir das ganze Spiel verderbt. Es iſt gewiß ein großes Unglück, daß Don Eſtevan geſtorben!