Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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ſowie den Zauber der Gefahren, denen wir trotzten, be⸗ wundern zu laſſen; der Jüngling vergaß ſeine Melan⸗ cholie immer nur dann, wenn wir uns in Gefahr be⸗ fanden.

Er ſehnte ſich ſogar nach Gefahren, und ſchien ſie eifrig zu ſuchen, wie ein Menſch, den die Laſt des Lebens zu ermüden anfängt.

In den Augenblicken der Ruhe hatte ſich nach und nach eine düſtere Stimmung bei ihm gezeigt. Ich ſagte zu dem alten Jäger gar oft: die Einſamkeit taugt nur für das reifere Alter, die Jugend liebt das Ge⸗ räuſch, und das Zuſammenſein mit ihres Gleichen; kehren wir daher nach den Wohnungen der Menſchen zurück.

Und der Rieſe ſeufzte, ohne mir zu antworten.

Nach und nach verdüſterte ſich die Stirn der zwei Jäger, die den jungen Mann wie ihren Sohn liebten, gleichfalls.

Einſt wachte der junge Mann neben mir: es war Nacht. Ich erinnerte ihn an einen Namen, den ſeine Lippen, ſechs Monate vorher, während des Schlafes hatten entfahren laſſen.

Da erfuhr ich die Urſache des Kummers, der ihn langſam verzehrte. Er liebte, und die Einſamkeit hatte eine Erinnerung nur noch mehr aufgefriſcht, die er ver⸗ gebens gehofft hatte, austilgen zu können.

Ja, der arme Burſche liebte, und unglücklicher Weiſe fand er keine Gegenliebe.

Der Erzähler ſchwieg hier einen Augenblick, und beobachtete mit ſcharfem Auge die Haltung ſeiner Zu⸗ hörer, hauptſächlich aber die der Dona Roſario, auf die er es bei der Herzählung aller Umſtände, die am Meiſten geeignet ſind, die Fibern eines Weiberherzens beben zu machen, beſonders abgeſehen zu haben ſchien.

Krieger und Jäger zugleich, ſuchte der Hacendero die Freude, die ihm die Geſchichte dieſes Unbekannten verurſachte, nicht zu verbergen.

Der Waldläufer. W. 20