Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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5 281 jungen und edlen Comanche zu erkundigen, den ich wie einen Sohn liebe.“

„Gehen wir mit einander dahin zurück, wenn es Ihnen recht iſt,“ ſagte Roſenholz. 4

Eneinas nahm das Anerbieten des Kanadiers an, um Brennſtrahl, falls ſein Ende nahe war, ein letztes Lebewohl zu ſagen, oder um ihn, falls ſeine Wunde nicht tödtlich war, wieder ins Leben zurückfehren zu ſehen, und ſchon machten ſie ſich mit einander auf den Weg, als die Stimme Oſo's die Ankunft eines Frem⸗ den anzeigte, deſſen Pferd den Boden des Waldes er⸗ zittern machte.

„Wer da?“ rief Encinas, an ſeine Büchſe ſchlagend.

„Ich bin es, zum Kuckuck! Senor Encinas,“ ant⸗ wortete ein Reiter, der nach indianiſcher Weiſe in eine Büffelhaut gehüllt war, auf der man die Sonne und den Mond, mit Strahlen von gelbem Ocher und von Zinnober prächtig gemalt, ſehen konnte.

„Ah! Sie ſind es, mein Junge,“ ſagte der Biſon⸗ jäger, über den Aufputz des Reiters lachend, der Nie⸗ mand anders war, als der junge Vaquero, der die Geſchichten des Eneinas ſo gerne gehört hatte,„und woher kommen Sie alſo herausgeputzt?“

„Caramba! Senor Encinas, ich komme ans der Tiefe des Thales, wo ich die Indianer tüchtig gejagt habe, ich ſtehe Ihnen dafür.“

„Und dort haben Sie dieſen Mantel erobert?“

„Ja,“ ſagte der junge Vaquero ſtolz, und nun kann auch ich famoſe Geſchichten über den blutigen Kampf am Red⸗Fork erzählen. Aber ſchau! wo find denn die Andern?“

„Diejenigen, welche nicht umgekommen, ſind auf dem Wegk nach dem Preſidio, wo Don Aguſtin ſie er⸗ wartet“

„Gut! Ich gehe dahin.“

„Wie? Sie fürchten ſich alſo nicht vor einem Zuſammenſtoße mit Indianern?“