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daß man glauben könnte, es verſinke ein ganzer Wald in die Erde, oder es ſtoßen zwei Berge gegen einänder. Eine dicke Staubwolke wirbelt hinter den Pferden her, und die Stille, die bald auf das Gekrache folgt, zeigt an, daß die Thiere in einer Minute Stunden zwiſchen ſich und ihre Verfolger geſtellt haben.
Solcher Art ſind gar oft die Kataſtrophen, die aller Vorſicht, aller Bemühungen der Jäger ſpotten: und Letztere dürfen ſich noch glücklich ſchätzen, wenn nicht viele von ihnen unter den Hufen der Pferde zermalmt, oder wenigſtens ſchwer verwundet worden ſind!
Und nun kennt der Leſer die gewöhnlichen Ent⸗ wickelungen ſolcher Jagden.
Wir haben geſagt, daß die wilden Waldbewohner beſiegt geweſen; allein es erübrigte noch, ſie durch den Hunger zu zähmen, ehe man ſie vermittelſt zahmer Stuten auf die Agoſtaderos*) führen konnte.
Dieſe Operation erheiſchte von Seiten der Jäger noch fünf bis ſechs Tage, während welcher ſie die Fort⸗ ſchritte des Hungers, der allein die ihre Freiheit viel⸗ leicht am Eiferſüchtigſten ſchützenden Thiere zähmen, und ſie mit der Gegenwart des Menſchen ausſöhnen kann, von Stunde zu Stunde verfolgten.
Die Nacht breitete ihren düſteren Mantel von Neuem über die Natur aus.
Es war eine Feſt⸗Nacht für die triumphirenden Vaqueros, die eine jener Jagdheldenthaten ausgeführt, wovon man in den Savanen, während durchwachter Nächte, lange ſpricht. Don Aaguſtin hatte unter ſeine Leute eine ſtarke Ration cataloniſchen Branntweins aus⸗ theilen laſſen, und, um einen ungeheuren Feuerherd herumſitzend, an dem ein ganzes Reh briet, ſprachen noch die Jäger von ihren Heldenthaten, als die Sterne bereits Mitternacht anzeigten.
*) Weiden. Der Waldläufer. W. 4


