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Plötzlich entfiel der Bleiflift den Händen des Zeich⸗ ners, deſſen Augen von einer plötzlichen Wolke bedeckt wurden.
An ihrem Zelte ſtand Roſarita, weiß und leicht, wie eine Flocke des Morgennebels am Azur des Himmels: fie war durch die Falten des ſeidenen Thürvorhangs halb verborgen. Ihre aufgeflochtenen Haare bedeckten ihre nackten Schultern mit einer Garbe ſchwarzer, wellen⸗ förmig gelockter Haare.
Beim Anblicke des Fremden, deſſen von Bewunde⸗ rung erfüllte Augen ſich auf ſie hefteten, verſchwand ſie alsbald wieder hinter dem Vorhang von blauer Seide; allein dieſe zauberhafte Erſcheinung ſchwebte nichts deſto weniger vor den geblendeten Augen des jungen Eng⸗ länders.
Er packte ſein Album, ſowie ſeine Bleiſtifte zuſam⸗ men, und rief ſeinen Leibwächter herbei.
„Wilſon!“ ſagte der Engländer.
„Sir!“ antwortete Wilſon, indem er ſich näherte.
„Es iſt eine Gefahr, die mich bedroht, in der Nähe.“
„Iſt ſie in unſerem Contract vorgeſehen?“ fragte der an den Formalitäten hangende Amerikaner.
Der Engländer deutete mit dem Finger auf das Zelt der Dona Roſariv.
„Die ſchönen Augen dieſes Mädchens?“ ſprach Wilſon.
„Ja.“
„Bei Jeſus Chriſtus und bei General Jackſon!“ rief der Jäger,„ich zweifle, ob das auf unſerem Pa⸗ piere ſteht.“
„Sehen Sie einmal nach!“
Und nun zog der Amerikaner aus einer ſeiner vie⸗ len Taſchen ein zerknittertes, beſchmutztes Papier, das an den Falten ganz abgenützt war.
Nachdem er das Vertragsprotokoll hergemutmelt, las er es ganz laut:


