Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
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ſchen Vaquero tauſend Piaſter anbot, wenn er es Ihnen

brächte?“ fragte Encinas.

„Der bin ich, und ich biete ſie immer noch Jedem an, der mir das Thier fängt, denn ich habe geſchworen, ohne dieſes Wunderroß nicht in mein Vaterland zurück⸗ zukehren. Laßt einmal ſehen! Iſt Einer unter Euch, der die verſprochene Belohnung verdienen möchte?“

Die Vaqueros ſchüttelten den Kopf, und auch nicht Einer erhob die Stimme, um ſich zu nennen.

„Man weiß zu gut, was es Einem koſtet, wenn er ein Pferd zu fangen ſucht, deſſen unbeſchlagene Hufe aus den Kieſelſteinen der Ebenen Funken hervorſprühen machen,“ warf der junge Vaquero ein, den unſere Leſer bereits kennen.

Der Engländer zuckte die Achſeln und antwortete Nichts.

„Herr Fremder!“ ſprach Encinas, pes iſt nicht Ei⸗ ner unter uns, der nicht jeden Tag um einige Pigaſter ſein Leben bei Unternehmungen aufs Spiel ſetzt, die ein Menſch zu erwünſchtem Ende führen kann,— nicht aber bei ſolchen, wo die Kühnheit und die Liſt an einer über⸗ natürlichen Macht ſcheitern.“

„Gut!“ ſprach der Engländer kalt,„morgen mit Tagesanbruch werden Sie mir die Spur des weißen Prairie⸗Roſſes zeigen, damit ich es allein verfolgen kann.“

„Vielleicht würden Sie beſſer daran thun, auf eine Verfolgung zu verzichten, bei der Gefahren jeder Art Sie ſtets umgeben werden.“

„Gefahren?“ ſagte der Engländer lächelnd;„ich habe den Kentuckier Jäger dafür bezahlt, daß er die⸗ ſelben von mir fern hält; ihn allein gehen alſo die Gefahren an.“

„Ja,“ ſetzte der Kentuckier phlegmatiſch hinzu,„ich habe die Gefahren dieſes Reiſenden in Bauſch und Bo⸗ gen übernommen.“