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Prairie⸗Roß, daß er es mit ausgeſtreckter Hand beinahe hätte berühren können.
„Der Texaner fluchte wie ein Heide, als er ſah, daß er ſeinen Lazo nicht gebrauchen konnte; ſein Bedau⸗ ern hatte aber bald ein Ende. Der Schimmel ſchlug hinten aus, und traf das Pferd des Reiters mitten auf die Bruſt, und zwar ſo heftig, daß beide über einander purzelten, wie Sie ſo eben im See,“ ſetzte Encinas, zu dem Voquero gewandt, der ſeine Kleider trocknete, hinzu.
„Als der Texaner wieder aufſtand, war weit und breit kein Schimmel mehr zu ſehen.
„Was das Pferd des Vaquero betrifft, ſo ſtand es nicht mehr auf. Die eiſernen Hufe des plötzlich unſicht⸗ bar gewordenen Thieres hatten ihm die Bruſt total ein⸗ geſchlagen, und es war dieß noch ein Glück für den Teraner, denn, ritt er auch nur einen Schritt weiter, ſo ſtürzte er in einen bodenloſen Abgrund, an deſſen Rand der Schimmel Halt gemacht hatte.
„Ich begegnete ihm, wie er zu Fuß zurückkam,“ endigte der Erzähler,„und er erzählte mir, was Ihr gehört.“
Dieſe Geſchichte, von der ein Theil unſtreitig das Gepräge der Wahrſcheinlichkeit trug, fand auch nicht einen Ungläubigen in dem ganzen Kreiſe der um En⸗ einas her gruppirten, noch halb wilden Leute.
„Ihr ſeht alſo,“ ſagte der mehr erwähnte junge
aquero, der zuerſt ein Schweigen von einigen Minu⸗ ten brach, während deſſen das Kniſtern des Feuers ſich allein in der Stille des Waldes hören ließ,„daß es dem armen Francisco, der dieſes wunderbare, trotz ſei⸗ nes fünfhundertjährigen Alters ſo jung ſcheinende Roß verfolgt hat, übel genug gehen wird!“
„Ich befürchte es,“ antwortete der Büffeljäger kopf⸗ ſchüttelnd,„es ſei denn, daß ich mich getäuſcht, und daß das prächtige Pferd, das wir Alle geſehen, nicht das weiße Prairie⸗Roß iſt.“
„Es kann aber gewiß nur dieſes ſein,“ antworteten


