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iſt, daß man es morgen hundert Stunden von dem Orte ſieht, wo man es heute getroffen.
„Der Teraner hatte ein überaus geſchwindes Pferd, und glaubte, wie ich Euch bereits geſagt, gar wenig an die ſeltſamen Geſchichten, die er über den Schimmel gehört. Er hoffte, die verſprochene Summe zu gewinnen.
„Sobald er alſo das Thier erblickte, das er ſuchte, ſetzte er ihm nach, ſchwang ſeinen Lazo, ſetzte über Erd⸗ ſpalten und Felſen, und flog über die Ebenen hin, denn ſein Pferd war ſo leicht wie der Wind, und jeden Au⸗ genblick kam er dem Schimmel näher.
„Es kam dieß, wie mir der Texaner verſicherte nicht daher, daß die Kraft des benannten Roſſes ſich zu erſchöpfen ſchien; ſondern daher, daß der Schimmel von Zeit zu Zeit den Kopf nach ihm umwandte, und ſo eine Zeit verlor, die der Reiter nur zu ſeiner Verfolgung benützte.
„Die Kräfte des verfolgten Thieres erſchöpften ſich nicht nur nicht, ſondern ſchienen im Gegentheil ſich zu verdoppeln. In der That erliſcht das Auge eines Pfer⸗ des immer mehr mit der zunehmenden Müdigkeit, und im Gegentheile ſchienen die Augen, die unter dem auf die Stirne herabfallenden Haarbüſchel und unter der weißen Mähne des Roſſes glänzten, von Minute zu Minute feuriger zu werden.
„Gleichwohl ſchwand die Entfernung immer mehr, obgleich die Augen des Pferdes feurigere Blitze ſchoſſen, ſo daß, je mehr es dem Abend zuging, und je mehr der Raum zwiſchen dem Schimmel und dem Jäger ſich verminderte, die Augenſterne des erſteren ſtets feuer ſprühender wurden.
„Es war dieß nicht die einzige beunruhigende That⸗ ſache, die dem Texaner auffiel,— und dieſer mußte, um wieder Muth zu gewinnen, ſich immer wieder einen ſchönen Haufen von tauſend Piaſtern, die auch in tau⸗ ſendfachem Lichte glänzen, vorſtellen.
Die Nacht war herangekommen, ohne daß es ihm


