Teil eines Werkes 
Band 4 (1851)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

N M

F

Es war etwa fünf Uhr Nachmittags, als die Rei⸗ ſenden, nach ihrer Sieſta, aus dem Zelte traten, wo ſie der Ruhe gepflegt hatten.

Der Büffelſee bot da einen minder wilden, aber nicht minder pittoresken Anblick dar.

Das ſeidene Zelt Roſarita's erhob ſich an den Ufern des Teiches in einiger Entfernung von dem für den Senator und den Hacendero aufgeſchlagenen, und ſpiegelte ſeine azurblauen Falten auf der klaren Fläche inmitten der Waſſerpflanzen, der vom Waſſer vervielfäl⸗ tigten Bilder, der knorrigen Eichen, und eines Stücks von dem blauen Mantel des Himmels.

Die unter den Arkaden des dichten Waldes um⸗ herirrenden Relais⸗Pferde, die Pferde der ſo ſonder⸗ bar gekleideten Biſonjäger, die ihre Köpfe über die Pal⸗ liſaden herausſtreckten, von denen ſie eingeſchloſſen wa⸗ ren, und endlich die beiden Reiſenden, und Dona Roſarita, die ihr Reitkleid durch ein weißes Gewand erſetzt hatte, und eine der weißen Lilien der vielen See⸗ blumen zu ſein ſchien, Alles dieß bildete an den Ufern des Sees ein Gemälde, das ein Maler gerne reprodueirt haben würde.

Bereit, ihr mühevolles Tagewerk zu beginnen, fin⸗ gen in dem Augenblicke, wo die Reiſenden das ihrige beendigt, die Biſonjäger an, ihre Pferde zu ſatteln um weit von do, an den Ufern des Fluſſes, ihr coloſſales Wild aufzuſuchen.

Was haſt Du denn, Oſo? ſagte Encinas zu ſei⸗ ſem Punde, der abermals heulte,iſt ein Indianer um den Weg?

Indianer! rief Roſarita erſchrocken,ſind denn ſchon welche hierher gekommen?

Nein, Madame, ſprach Encinas,es iſt in der Umgegend keine Spur von ihnen zu ſehen: ſie müßten nur, wie Eichhörnchen oder wilde Katzen, von einem Baume zum andern geſprungen ſein; aber dieſer Hund. Und der Biſonjäger folgte mit dem Auge den Be⸗