chen Indianer wieder vereinigt; diejenigen, welche den Flüchtlingen nachgeſetzt, hielten Alle Kopfhäute in der Hand, die noch von Blut troffen.
Die im Lager ermordeten Weißen aber waren auf gleiche Weiſe verſtümmelt worden.
Von der ganzen zahlreichen Truppe war Niemand übrig geblieben, als der lebendig ſkalpirte Gambufino, und einige wenige Flüchtlinge, die in der Finſterniß dem gräßlichen Gemetzel entronnen waren. Was die andern betrifft, ſo waren ſie nur noch ihrer Haare beraubte, und hundertfach verſtümmelte Leichname, die unter den todten Mauleſeln und Pferden herumlagen.
Eine Stunde nach dem Ende dieſes blutigen Kam⸗ pfes erleuchtete das Feuer der zu einem ungeheuren Scheiterhaufen vereinigten Wagen weithin die mit Tod⸗ ten oder Sterbenden überſäete Ebene.
Die Flamme ließ auch einen weißen Gefangenen ſehen, der an den Stamm eines Eichenbaumes feſtge⸗ bunden war. Um den Gefangenen her führte eine Gruppe von Indianern einen wilden Rundtanz aus.
Jetzt ſaßen auch wieder, wie vor einigen Stunden, der Schwarzvogel und die Antilope vor dem Zelte Don Eſtevan's. Sie glichen zweien Todesengeln, hergeſandt, um die Zerſtörung und das Gemetzel zu leiten. Sie ſchienen ihre Augen an dem düſtern Schauſpiele des Todes zu weiden; ihre Ohren ſchienen mit Wonne dem Geächze zu lauſchen, das der letzte Todeskampf eini⸗ gen Verwundeten entriß, und ihre Naſen ſchienen mit Entzücken den faden und Ekel erregenden Geruch
des Blutes einzuziehen, deſſen Dünſte zu ihnen auf⸗
iegen. t Ein düſterer, und da und dort durch den Wieder⸗ ſchein des Feuers gerötheter Himmel dehnte ſich über dieſer unheimlichen Scene aus. Die beiden Indianer hatten wieder ihre ruhige. Haltung angenommen, wie wenn ſie beide Allem fremd geblieben wären, was bis daher geſchehen war. Beide
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