Teil eines Werkes 
Band 3 (1851)
Entstehung
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drehen, und ohne daß er die geringſte Neugie rde zu ver⸗ ſpüren ſchien.

Nachdem der Häuptling wieder zu den vier Krie⸗ gern geſtoßen war, die auf ihn warteten, unterhielt er ſich einige Augenblicke mit denſelben. Er ſchien mit dem Finger auf das Zelt hinzudeuten, neben welchem der Läufer unbeweglich und ernſt, wie eine Statue ſaß.

Nach Verfluß von einigen Minuten fahen die Wei⸗ ßen, die Alles dieſes beobachtet hatten, wie einer der apachiſchen Reiter davon ſprengte. Die anderen India⸗ ner blieben, den Zügel ihrer Pferde in den Händen haltend, eben ſo ruhig auf dem Boden ſitzen, wie der Läufer neben dem Zelte Don Eſtevan's.

Unterdeſſen wurde es immer ſpaäͤter. Die Sonne war am Horizonte verſchwunden. Einige Wolken, deren helle Farben bläſſer zu werden unfingen, zeigten das

Herannahen der Nacht an. Immer noch wartete man im Lager vergebens auf Don Eſtevan, Diaz, Baraja und Oroche. Die Mexi⸗ kaner wiederholten in jedem Augenblicke dieſe Namen.

Endlich kam die Nacht, und verdoppelte die Un⸗ ruhe bei Allen. Die Indianer ſind ganz veränderlich und launenhaft; im Lager wußte das Jedermann; ein plötzlicher Angriff konnte auf Friedensvorſchläge folgen, die nur ſehr unbeſtimmt formulirt worden waren.

Gomez bekämpfte dieſe ängſtliche Stimmung.

Was habt ihr zu fürchten, ſo lange der Indianer bei uns iſt? Iſt ſeine Ruhe für Euch nicht ein Zeichen ſeiner redlichen Geſinnungen?

Die ſchwarze Silhonette der im Lager gebliebenen Antilope zeigte ſich noch, trotz der Nacht, dem Auge⸗ Der Läufer hatte dieſelbe Stellung beibehalten; nur hätte man, wenn es Tag geweſen wäre, ſehen können, wie er den Kopf ein wenig neigte, gleich als wollte er dem Geräuſche, das die Stille der Wüſte ſtören würde, ein aufmerkſames Ohr leihen.

Dieſe Stille war impoſant. Dieſe großen undu⸗