abermals und warf ſich, von einem unüberwindlichen Schrecken beherrſcht, heftig zurück.
„Feuert! feuert!“ brüllte Don Eſtevan.
„Wehe Euch!“ ſchrie der Canadier mit angſtvoller Stimme:„wehe dem, der ſchießt; und Du, Fabian, geh' ums Himmelswillen dieſen Banditen aus dem Wege!“
„Fabian!“ wiederholte Don Eſtevan echoartig, beim Anblicke des Jünglings, welcher, ohne auf die Bitten des Canadiers zu achten, ſein bald auf die linke, bald auf die rechte Seite ſpringendes Pferd, deſſen Flanken mit Schaum bedeckt waren, und das vor Schrecken bebte, von Neuem anſpornte, um über den Waldſtrom zu ſetzen.
„Ja, Fabian!“ ſchrie er mit einer Stimme, die den Donner des Waſſerſturzes und das Geſchrei der beiden Jäger übertönte,—„ja, Fabian iſt es, der von Ihnen Rechenſchaft verlangt über das Blut ſeiner Mutter, Don Antonio de Mediana!“
Während dieſe Stimme ſich mit dem Brauſen des Waldſtroms vermiſchte, und wie eine furchtbare Vor— bedeutung in den Ohren Mediana's klang, den zum er⸗ ſten Male in ſeinem Leben der Schrecken feſtbannte, zog der ungeſtüme Jüngling ſein Meſſer, ließ deſſen Spitze ſein Pferd fühlen und trieb es mit neuer Wuth an⸗ Jetzt ſprang das Pferd pfeilſchnell über den Abgrund weg, und fiel auf das entgegengeſetzte Ufer.
Allein einer ſeiner Hinterfüße glitt auf dem feuch⸗ ten Abhange aus.
Einen Augenblick, nur einen Augenblick, ſuchte das Pferd das Gleichgewicht wieder zu gewinnen: der Fel⸗ ſen knirrte unter ſeinen Hufen, eine unbeſiegliche Ge⸗ walt machte, daß ſeine Kniekehlen ſich bogen, ſein Auge erloſch; es ließ ſich ein angſtvolles Gewieher hören, und endlich verſchwand es mit ſeinem Reiter.
Beim Ziſchen des Waſſers, das über das Ufer hinausſpritzte, entwand ſich ein herzzerreißender Schrei
der ungeheuren Bruſt des Canadiersz von dem entgegen⸗


