Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Der auf den blaublüthigen Lianen ſitzende Huaco ließ die zwei Sylben hören, die ihm ſeinen Namen verſchafft haben, und bei denen die Schlangen zitternd ſich verbergen; der Choyero ſchwebte an den Wipfeln der Bäume, und ſuchte die unter dem Dickichte ſchla⸗ fenden Reptilien zu erſpähen.

Der Morgenwind brachte vom Felde das ferne Gewieher der Pferde und das dumpfe Gebrüll der Stiere herüber, welche die aufgehende Sonne begrüß⸗ ten,— die Sonne, deren Strahlen ſich bald im Walde Durchgang verſchafften.

Die Windepflanzen mit ihren roſenfarbigen und weißen Glöckchen, die in allen Tönen des verſchiedenar⸗ tigſten Grüns ſchillernden Blätter funkelten unter dem Thaue, womit die Nacht ſie beladen hatte; die runzeli⸗ gen Stämme der Bäume nahmen eine prächtige Gold⸗ farbe an, und zeigten hier und da an den engen Win⸗ keln ihrer Zweige abgeſtreifte Schlangenbälge. Die nämliche Sonne enthüllte zu gleicher Zeit die Schrecken und die Pracht der wilden Natur.

„Bleiben wir hier,“ ſprach Pepe zu Tiburcio,(den wir von nun an Fabian nennen wollen), als ſie nach einem ſchnellen Laufe ein Dickicht erreicht hatten, wo⸗ rin ſie ſich verbergen konnten, ohne daß ſie dabei ſelbſt den engen Fußpfad aus dem Geſichte verloren, der nach der Brücke über den Salto de Agua führte;„ich bin gewiß, der Spitzbube, der ſo ſchlecht zielt, kommt in einem Augenblicke hier vorbei, und ich hoffe ihm zu zeigen, daß ich in der Handhabung des Carabiners einige Fortſchritte gemacht habe, ſeitdem ich den Dienſt des Königs von Spanien verlaſſen, und bei dem Ca⸗ nadier in die Schule gegangen bin.“

Fabian und Pepe machten hinter einem aus klei⸗ nen Sumachſtauden beſtehenden Geſträuche Halt.

Dem jungen Grafen, der von den Mittheilungen des Canadiers noch ganz erſchüttert war, war dieſe kurze Friſt gar nicht unwillkommen, indem er hoffte,