Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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letzten und lebhaften Schein auf die Kleider, die auf der leeren Wiege herumlagen, ſowie auf die offen⸗ ſtehenden Schränke, und erloſch. Dann brachte inmitten des fernen Gemurmels des Oceans, der ſich an ſeinen rieſigen Dämmen brach, ein pfeifender Stoßwind Et⸗ was, das wie ein Schluchzer, wie ein letzter Schrei der Verzweiflung und der Angſt tönte; und Pepe, der Schläfer, der dieſen Schrei hörte, glaubte, es ſei bloß eine der düſtern und unheimlichen Modulationen des Felſenwinds.

Bringen wir dieſen traurigen Bericht zu Ende. Die unglückliche Mutter wurde, immer noch bewußtlos, von ihrem Entführer in den Kahn gelegt, der ihn an's Ufer gebracht hatte. In ſeinem unverſöhnlichen Ehr⸗ geize hatte Don Antonio die Mutter verurtheilt; ein Gewiſſensſkruppel verhinderte ihn allein, den jun⸗ gen Fabian zu tödten, den er, dem Wind und den Wo⸗ gen ausgeſetzt, in dem Fahrzeuge ließ, worin einer ſeiner Matroſen die Gräfin erdolchte. Uebrigens hoffte Don Antonio zuverſichtlich, daß der Hunger, die Kälte, oder der Sturm es übernehmen würde, den Sohn ſei⸗ nes Bruders von der Erde zu vertilgen.

Was Mediana und ſeine beide Mitſchuldigen be⸗ trifft, ſo hatten ſie ſich, als ſie ihr Schiff nicht mehr ſehr ferne ſahen, in das Meer geworfen, und den Reſt des Weges ſchwimmend zurückgelegt. Als ſie wieder an Bord waren, erklärten ſie durch die Fabel eines Schiffbruches den Umſtand, daß ſie den Kahn verlaſſen, in dem nur noch eine todte Frau und ein armes Kind lagen, welches letztere der Kälte einer Mitternacht höchſt wahrſcheinlich erliegen mußte.

Don Antonio kam in das väterliche Schloß zurückz man kennt ſein Leben bis zu dem Abende, wo Cuchillo um ein Haar den jungen Menſchen vor ihm erdolcht hätte, den die Vorſehung auf ſeinen Weg geführt. Man hat ſo eben geſehen, was dem neuen Mordverſuche