Teil eines Werkes 
Band 2 (1851)
Entstehung
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Riegel der Thüre vor. Nachdem er vieß gethan, öff⸗ nete er einen ſchwarzen Schrank von Eichenholz, den die Gräfin als Sekretär benützte, und nahm aus den Schubladen die Juwelen und das Geld, ſo ſich darin vorfandenz auch ſteckte er eiligſt einige Papiere in die Taſche; und endlich machte er aus ſämmtlicher Frauen⸗ i die er in andern Möbeln vorfand, einen ack.

Während dieſer Zeit ſchluchzte das Kind fortwäh⸗ rend, und küßte dabei ſeine Mutter, deren kalte Unem⸗ pfindlichkeit es mit einem myſteriöſen Schrecken erfüllte.

Bald bot das Zimmer den Anblick der einer großen Reiſe vorangehenden Unordnung dar. Die entleerten Schubladen lagen auf dem Boden herum; die Thüren der Schränke blieben halb offen,— mit einem Worte, Alles deutete auf eine jähe Abreiſe hin.

Nachdem Antonio alle dieſe Anordnungen getroffen, ſetzte er ſich, während er ſich die Stirne abtrocknete, in den Lehnſeſſel, den die Gräfin zuvor eingenommen hatte, und warf einen aufmerkſamen Blick umher. Als dieſer Blick auf den Körper der immer noch leblos daliegenden Gräfin, und auf ihr Kind fiel, das ihre Hand in ſeinen beiden Händen hielt, ſchien ſich ein fürchter⸗ licher Gedanke ſeiner zu bemächtigen; ſchon erhob er ſich zur Hälfte; dann ſetzte er ſich wieder, wie wenn in ſeinem Herzen ein Kampf zwiſchen zwei ſich wider⸗ ſprechenden Gedanken Statt fände.

„Nein!“ rief er endlich;„ein Opfer genügt mir; er er aber. iſt ſein Blut, und dieſes werde ich nicht vergießen!“

Und um ſeinen Gedanken eine andere Richtung zu geben, und einer unwiderſtehlichen Verſuchung zu ent⸗ gehen, ſtürzte er auf ein Feyſter zu, und ließ ein klei⸗ nes Pfeifen hören. Einige Secunden darauf erreichte ein Kopf den Balcon, erhob ſich über denſelben, und es trat einer der Männer, die Pepe bereits geſehen, in das Zimmer.