dienten zu dem Lieutenant, die Antwort ſoll
er in des Fuͤrſten Händen abgeben.— Am Abend fragte Julie:„keine Antwort lieber Va⸗ ter?“ Der General blieb verſchloßen wie das Grab. Julie wagte es nicht noch einmal zu fragen.
Beym Auskleiden fluͤſterte die Zofe dem Fraͤulein zu:„Lieutenant Horſt iſt arretirt.“ So? ſagte Julie und zitterte ſo, daß ſie ihrer Zofe faſt in die Arme geſunken waͤre.
Julie weinte die ganze Nacht. Guten Mor⸗ gen liebe Julie ſagte der Vater am andern Tag,„du haſt rothe Augen.“ Ich habe nicht geſchlafen,“ antwortete ſie leiſe.„Ich nuͤn⸗
ſche, ſagte er im hingeworfenen Tone, daß du
heute Nacht ſchlafen moͤgeſt, morgen haben wir,
wie du weißt Asſemblée, und da moͤchte ich
doch(ihr unter das Kinn greifend) Julien ohne rothe Augen ſehen. Julie ſchlief nicht, ſie hauchte des Nachts wohl tauſendmal in die Haͤnde um nur keine rothe Augen zu haben. Endlich kam der Tag. Julie ſah viel, ſah alles in ihm. Der ganze Hof war beyſammen, nur der Fuͤrſt nicht. Die Thuͤren flogen auf, der Fuͤrſt trat ein, an ſeiner Hand der Lieute⸗
nant Horſt.„Lieber Horſt“ ſagte er, ich habe
ſie unſchuldig arretiren laſſen, Sie haben
Fein⸗


