Teil eines Werkes 
1. Theil (1827)
Entstehung
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dame Mechlin unmöglich gemacht, denn mit dem ſuͤße⸗ ſten Lächeln trat dieſe herbei:

Theuerſter Lord! Wie freue ich mich, Sie zu ſchen! Wie lange iſt es her, daß wir zuſammen waren! Ich habe ſo eine Freude jet

Und dieſe Freude war nicht voͤllig erkuͤnſtelt, ſo ſehr ſie auch gegen die Aeußerungen abſtach, die wir eben uͤber ihn hörten. Seit langer Zeit hatten ſie ſich in der That nicht geſehn, und den Eindruck, daß er ungemein ſchön ſei, konnte ſie nicht zuruͤckweiſen. Ein Weib aber, das, wie Madame Mechlin, immer noch Bewunderung rege zu machen trachtet, und alle Tage zu fuͤrchten Urſache hat, ſie nicht mehr lange zu genießen, muß natuͤrlich gleich ihre Rechte auf eine neue Eroberung geltend zu machen ſuchen.

Mathilde benahm ſich gegen den Lord in keiner

Art ſo, daß der gleichguͤltige Zuſchauer etwas Auffal⸗ lendes hätte ahnen koͤnnen⸗ Allein er fuͤhlte doch, daß ſie ſich Muͤhe gab, kälter, zuruͤckhaltender gegen

ihn zu ſcheinen, als es gegen einen gewoͤhnlichen Bekannten der Fall geweſen ſein wuͤrde, der eben ſo unvermuthet gekommen wäre. Dieſe erzwungene Kälte iſt ſo ganz ächt weiblicher Art, und doch ſo

wenig zweideutig, um die wachſende Theilnahme zu bezeichnen, beſonders wenn ein Gefuͤhl der Pflicht da⸗

mit ins Spiel kommt und die unwiderſtehliche Lei⸗

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