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meiſten bewunderte; daß, wäͤhrend ſie glaubte, nichts Mittelmaͤßigeres zu ſingen, jeder noch ſo gleichguͤltige Zuſchauer bemerken mußte, wie vollkommen ſich dabei ihre Fertigkeit und ihr Geſchmack darthat. Ohne dar⸗ auf zu achten, uͤberraſchte ſie ſich ſelbſt, wie ſie im⸗ mer und nur ein Miniaturbild von ihm copirte, ſtets der Meinung, daß ſie den wahren Ausdruck verſehen habe, ob es ſchon die treueſten Zuͤge wiedergab.
Daß bei Mathildens Erziehung der Einfluß feſte Grundſatze fuͤr's Leben nie beruͤckſichtigt worden wai⸗ habe ich ſchon geſagt. Sie folgte nur dem Eindruck, dem Herzen, dem innern angebornen Sinn fuͤr Recht. Ihr Schild war das zarteſte Gefuͤhl, das einem Weibe werden kann. So fuͤhlte ſie ſich alſo auch ver⸗
ſtimmt, ob ſie ſchon durchaus nicht ſich etwas Boſes,
auch nur dem Gedanken nach, vorwerfen konnte.
Ihr Gemahl munterte in der Zwiſchenzeit zu die⸗ ſem vertraulichen Umgange immer mehr auf. Es ſchmeichelte dieſem, wenn er einen ſo ausgezeichneten Mann, wie den Lord, als ſeinen Geſellſchafter zeigen konnte. Ueberdies verlor er nie. die großen Vortheile
aus den Augen, die aus der genauen Freundſchaft
mit ihm daheim erwachſen ſollten.
Mathilde wuͤnſchte indeſſen weiter zu reiſen.“ Der lärmende Haufen der Engländer floh ſuͤdlicher. Auch der Baron willigte gern ein, nach Rom zu gehn.
Wer würde die Gefuͤhle ſchildern wollen, die Rom erregt? Sie ſind einzig, nicht zu beſchreiben. Selbſt
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