Teil eines Werkes 
3. Th. (1826)
Entstehung
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dieſer Verbindung nach wenigen Jahren folgte. Nicht die Tugend hatte ſie geknuͤpft, und bald loſte das Laſter die Bande. Der Graf von Roßville, von einem treubruͤchigen Weibe getauſcht, verrathen, kaͤmpfte, ſeine beleidigte Ehre zu räͤchen, und ſank im Duell.

Doch lange vorher hatte Lyndſay's Tugend, ſeine heiße, uneigennuͤtzige Liebe, unmerklich auch warme Erwiederung in Gertrudens Herzen gefunden. Nicht mehr ergoß Schwaͤrmerei ihre glänzenden Strahlen auf Gertrudens Lebenskreis, aber die frohe Heiterkeit, welche Tugend und frommer Sinn verbreiten, leuchtete immerfort und erhellte ihr gluͤckliches, dem Wohlthun geweihtes Leben. Gertrude, das Weib Eduard Lynd⸗ ſay's, athmete nur, den Tag zu ſegnen, der ihr die irdiſche Groͤße geraubt hatte. Doch Lord Roßville war ohne Kinder geſtorben. Lyndſay erbte nun ſeine Guͤter. Zum zweitenmale kam ſie in ihten Befitz, aber wußte nun auch, wie Macht und Reichthum wahrhaft angewendet werden muͤſſe.

O, daß ſo ſtets am Ende

Das Boͤſe, gut geleitet, ſich zum Gluͤck hiu⸗ wende!