Teil eines Werkes 
3. Th. (1826)
Entstehung
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iſt. So ſchwierig iſt es, das irdiſche Gluck nach den aͤußern Glanze zu meſſen!

Ihre einzige Hoffnung war, den Beweis zu füh⸗ ren, daß Onkel Adam bei dieſer Schenkung aberwitzig geweſen ſey. Gern haͤtte ſie zu dem Zweck zwiſchen Thornbank und Blumenpark eine Kette von Lauſchern eingerichtet, aber Onkel Adams Wachſamkeit vereitelte alle ihre Pläne. Nichts blieb, ihrem böſen Sinne Nahrung zu geben, uͤbrig, als, wenn ſie mit Gertru⸗ den zuſammenkam, jede Gelegenheit zu ergreifen, oder beſſer, herbeizuziehen, wo ſie auf den Unterſchied po⸗ chen konnte, den Geburt, Familie, Verwandte und andere ſolche zufällige Glücksumſtände verleihen. Schwa⸗ che Seelen legen einen Werth darauf, um ſich in den Augen derer wichtig zu machen, die ſchwaͤcher ſind, als ſie, um ſich ſo blenden zu laſſen.

Indeſſen Onkel Adam trat ihr auch hierbei in den Weg, denn er bewachte Gertruden auf allen ihren Wegen, wie der getreue Schäfer ſorglich das ihm an⸗ vertraute Schäflein huͤtet, und jetzt fuͤhlte er ſich zu gluͤcklich, um von der Majorin in ſeiner guten Laune geſtört zu werden. Er hatte nun etwas gefunden, woran er mit Liebe hängen konnte; dies hatte ihn in ſeinem Leben noch gemangelt. Er nahm unter Ger⸗ trudens wohlthuendem Einfluſſe ein ſanfteres, freund⸗ licheres Weſen an. Als die erſte Unbehaglichkeit vor⸗ bei war, welche ein veränderter Aufenthalt mit ſich fuhrt, gewann er ſogar einigen Geſchmack an laͤndlichen

Arbeiten, nur machte er zur Bedingung, daß ihm Nie⸗ 20*

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