— wird Ihnen Ruhe und groͤßere Freuden gewaͤhren, als Sie je genoſſen haben!“
„Freuden?— Mein Herz iſt dagegen auf ewig verſchloſſen!“
„Sprechen Sie nicht ſo! Gott kann einem Herzen, das allen irdiſchen Freuden verſchloſſen iſt, himmliſche Ruhe gewaͤhren!“
Gertrude fuͤhlte die Wahrheit dieſer einfachen Troſtgruͤnde. Allmaͤhlig tauchte ihre Seele aus dem finſtern Traume auf, in dem ſie ſo lange begraben ge⸗ weſen war. Unter dem wohlthuenden Einfluſſe der Religion, die nur Liebe und Frieden athmet, wurde ihr Herz beruhigter, gefaßter. Sie ſah, wie ſie ſich in Taͤuſchungen verirrt habe, welche nun verſchwunden waren. Neues Leben ward in ihr rege. Sie war, wo nicht zu Freuden, doch zu minderm Schmerze, geringern Leiden erwacht. Reuig demuͤthigte ſie ſich vor Gott. Nicht glänzende Ausſichten bot ihr die Welt dar; aber ruhig war ſie, denn der Him⸗ mel lag vor ihren Blicken.
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Du trockneſt unſ're Thraͤnen ab! Wie duͤſter waͤr' es hier,
Wenn er, den Liſt, Betrug umgab, Nicht Rettung faͤnd' bei dir!
Se lange uns die Sonne ſcheint, Sind unſre Freunde nah,


