Teil eines Werkes 
3. Th. (1826)
Entstehung
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205 heitern Geſichtchen, aus dem der Friede und die Ruhe des Himmels ſtrahlten.

Nein niemals ich verdiene es nicht, glcklich zu werden! ſchluchzte Gertrude.

O wer hat denn je gluͤcklich zu ſeyn ver⸗ dient? Wenn du, o Gott, mit uns ins Gericht gehen wollteſt, wer konnte da beſtehen? Alle ſind wir ſchwache Suͤnder. Wer von uns ſollte es wagen, das Auge zum Himmel aufzuheben, und ſagen: Wir ver⸗ dienen deine Gnade!

Doch ich hatte Macht und mißbrauchte ſie! Ich beſaß Reichthum und verſchwendete ihn! Ich hatte mir einen falſchen Gott geſchaffen und dich im Himmel, vergeſſen!

O wer kann ſeine Handlungen ſelbſt in die Wagſchale legen? Sind Ihre Mißgriffe auffallender, als die meinigen, ſo hatten Sie auch großere Verſu⸗ chungen zu beſtehen! Nur wer die Herzen geſchaffen hat, kann darüber urtheilen. Nur er weiß, welche Verſuchungen Sie beſtanden!

Er weiß, daß mein Herz in den Tagen des Glucks nicht an ihn dachte!

Und darum hat er dieſe eiteln Freuden vernich⸗ tet, denn ſie hatten eine Seele in Beſitz genommen, die er fuͤr ſich ſelbſt haben wollte. O, ſehen Sie Gott doch nicht blos als beleidigten Richter, deſſen Antlitz Sie nicht ſchauen konnen, ſondern als zaͤrtlichen Vater an, der Sie einladet, zu ihm zu kommen. Er

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