Teil eines Werkes 
3. Th. (1826)
Entstehung
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Nun ja, da haben Sie recht! So huͤbſch iſt ſie nicht, wie die Graͤfin. Aber wo wollen Sie eine ſehen, die dieſer gleich kommt? Ach, das iſt ein aus⸗ gezeichnetes Weſen! Sehen Sie ſie mal an? Sie hat nichts in den Haaren, als den kleinen Myrthen⸗ zweig, den ſie aus dem Gewächshauſe mitgebracht hat. Und ſteht er ihr nicht zehnmal beſſer, als die ſchoͤne Perlennadel der Majorin, die manche goldne Rupie gekoſtet haben mag? Ganz klaſſiſch geht die Gräfin, wuͤrde Antonius Whyte ſagen.

Sie muͤſſen die beiden gar nicht mit einander vergleichen! unterbrach ſie Ramſay voll Ungeduld, denn ſeine Galle ſchwoll, als er das ſtolze, wenn auch zuvorkommende Weſen des Oberſten ſah, der die Graͤ⸗ fin oben an die Tafel hingeleitete und natuͤrlich dann neben ihr Platz nahm.

Sehen Sie mal, da wird Sturm gelaufen! Aber es hilft doch zu nichts! bemerkte Miß Pratt, obſchon ihr Herz dabei ein Bischen klopfte. Sie haͤtte ſich freilich geſchämt, dies ſich nur ſelbſt zu geſtehen.

Eine Mahlzeit iſt ein langweiliges Ding, wenn nicht ein witziger Kopf die Hauptrolle ſpielt und jedem Gerichte eine reizende Bruͤhe giebt. Hier aber weilte Niemand, der ſich für die Geſellſchaft aufgeopfert haͤtte, als Miß Pratt, und auch ſie war etwas verſtimmt. Manchmal gaben ihr die fuͤnf Guineen einen Stich im Kopfe, dem ſie auf jede Art zu widerſtehen ſuchte. Die gewöhnlichſte Höflichkeit, welche Gertrude gegen bewies, wurde aufgeſtochen und mit Folge⸗

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