Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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Als dieſer großherzige Entſchluß gefaßt war, ver⸗ ſuchte Lady Roßville ihn zu bereden, mit in den Saal zu kommen und den Beſuch zu begruͤßen. Das war indeſſen umſonſt. Vevor das Eſſen auf dem Tiſche ſtehe, erklärte er, ruͤhre er ſich nicht von der Stelle. Die Graͤfin war zu klug, um ſeinen Trotz gleich ge⸗ radezu zu bekämpfen; ſie mußte ihn ſchon allein laſſen und ſein Richterſcheinen beſtens entſchuldigen. Kaum hatte ſie ſich aber aus dem Zimmer entfernt, als Herr Ramſay die Thuͤre verſchloß und verriegelte, um nicht wieder ſo geſtort zu werden. Er ſah ein Paar mal nach Lieschen Lundie; die Galle ſetzte ſich und nun griff er mit ungeſchwächtem Feuer zum Buche.

Waͤhrend Gertrude weg geweſen war, hatte ſich der Oberſt und Lyndſay eingefunden. Sie fuͤhlte einige Scham, als ſie ſah, wie ihr Geliebter ſich gegen ihre Verwandten ſo ſtolz benahm, waͤhrend der Major zehn⸗ mal alberner und ſeine Gemahlin zehnmal gezierter wurde, um mit dem Oberſten gleichen Schritt zu halten. Lyndſay allein eignete ſich beſſer fuͤr ſie. Er brachte Niemanden durch Anmaßung und Zuruͤckhal⸗ tung in Verlegenheit. Allein ſeine Pferde waren ſchon beſtellt. Er machte einen Spazierritt nach Millbank.

Weißt Du, daß mir Herr Lyndſay recht huͤbſch, und ſein Benehmen recht charmant vorkommt? ſagte die Majorin zu ihrem Gatten, als ob ihr Ausſpruch der Sache mit einemmale das Siegel aufdruͤckte.