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natuͤrlich glauben, daß wir nie ein eheliches Buͤndniß ohne ihre Zuſtimmung eingehen wollen. Ich liebe und achte ſie zu ſehr und fuͤrchte Gott vor allen. Doch hoſſe ich wohl, daß ihre Vorurtheile(denn Vor⸗ urtheile muß ich es freilich nennen!) beſiegt wuͤrden, ſobald er ein Amt haͤtte. Wilhelm hatte ſich fruͤh der Kirche gewidmet und ſeine Vorbereitung zu einem Amte iſt ſchon ſeit einiger Zeit vollendet, allein jedes Beſtreben, eine Anſtellung zu finden, bis jetzt umſonſt geblieben. Mein Vater konnte ihn dabei wohl unter⸗ ſtuͤtzen, aber er iſt bei der Sache ſehr lau, wie meine Mutter, und er ſagt, wie ſie beide gar nicht den Ge⸗ danken tragen koͤnnen, mich als Gattin eines armen Geiſtlichen zu erblicken. Doch ich habe erfahren, daß Armuth nur auf Vergleichungen beruht. Ein gerin⸗ ges Vermögen ſcheint manchem Reichthum und dieſer andern nur ein glänzender Mangel. Es iſt wahr, Reichthum wird mir verſagt ſeyn, aber der großere Segen des Friedens und der gegenſeitigen Liebe mit Gottes Willen mein gluͤckliches Loos werden. Selbſt berufen, Leiden und Entbehrungen zu dulden, werden unſere Seelen nicht verzagen, denn mit einem Her⸗ zen, einem Glauben wollen wir fröhlich das Kreuz dieſes Lebens tragen und auf die ewige, unzertrennliche Freude ſchauen, die uns dort kommen ſoll!“ „Beſſer ein kleines Gericht von Kohl, das die Liebe wuͤrzt, als in freudenleerer Langeweile an der Tafel herzloſer Größe eſſen und den bittern Be⸗


