Teil eines Werkes 
2. Theil (1826)
Entstehung
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4 Lockungen hinwegzuſetzen, wenn er ganz in ihren Haͤn⸗ den zu ſeyn ſchien. Indeſſen jene geheimnißvollen Winke, die ſie ihm am Abend verher gab, hatten ihn doch uͤberraſcht. Wie wenig darauf zu bauen ſey, wußte er. Allein mochte auch ihr Gewebe von der eignen Phantaſie geſponnen ſeyn, es mußte doch an irgend Etwas aufgehangen werden, und ſo beſchloß er, dieſe Netze ihrer Einbildungskraft ohne Zeitverluſt zu zerſtoren.

Gleich am folgenden Morgen redete er ſie daher an, als ſie unter dem Thore, ihrer Gewohnheit ge⸗ maͤß, friſche Luft einathmete. Ohne ihr zu geſtatten, die Fittige auszubreiten und in irgend einem Geſpräche davon zu fliegen, erſuchte er ſie gleich ganz ernſthaft um Erklaͤrung von dem, was ſie geſtern Abends zu ihm geſagt habe.

Was ich geſagt habe? rief ſie etwas ſtau⸗ nend, denn zum erſtenmale in ihrem Leben ward ihr ſo etwas zugemuthet.Was ich geſagt habe? Nun was geht Ihnen denn das an?

Nicht viel; aber, offen geſagt, ich moͤchte gern wiſſen, in wiefern ich meine Karten ſo gut geſpielt habe?

Ach, nun weiß ich, wie Sie's meinen! Aber mich uͤberliſten Sie nicht! Nein, mich uͤberliſten Sie nicht! Die Leute ſagen, daß der Tag durch ein klei⸗ nes Loch eindringt, und Liebe und Rauch kann ſich nicht verbergen! Meinetwegen brauchen Sie nicht hinter den Buſch zu gehen, oder ſich zu fuͤrchten.

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