Herz gequaͤlt, gefoltert iſt. Ich will— ich muß meine Zweifel enden, auf eine oder die andere Art, ehe wir— vielleicht fuͤr immer— Sagen Sie mir: ſind dieſe Perlen nicht ein Geſchenk von ihm— von Eduard Lyndſay?“
„Ein Geſchenk von Eduard Lyndſay?“ wieder⸗ holte Gertrude, ganz außer ſich vor Staunen.„Welch ein Gedanke!“ Sie laͤchelte.„Die Perlen erhielt ich erſt vor einigen Stunden vom Lord Roßville. Ich dachte kaum daran,“ bemerkte ſie mit einer ungekuͤn⸗ ſtelten Zärtlichkeit, die ſelbſt den Oberſten uͤberzengte, „denn ich war eben erſt von Ihnen fortgegangen.“
„Gertrude, theuerſte Gertrude, können Sie mir verzeihen!“ flehte der Oberſt, in die heftigſten Vor⸗ wuͤrfe gegen ſich ausbrechend, die wieder mit Betheue⸗ rungen wechſelten, welche gewiß ſtets Verzeihung zu Wege bringen. Er erzaͤhlte, was zwiſchen ihm und Miß Pratt wegen der Perlen vorgegangen ſey und er⸗ reichte damit einen doppelten Zweckz er ward ſo auch von den Beſchuldigungen gereinigt, welche Miß Pratt ge⸗ gen ihn vorgebracht hatte. Gertrude ſah naͤmlich, wie wenig man ſich auf ihre Nachrichten verlaſſen könnte. Sie fuͤhlte, daß ſie ſelbſt eine Ungerechtigkeit gegen den Geliebten begangen habe, als ſie den boöhaften Einfluͤſterungen derſelben lauſchte.
Zwar etwas uͤbellaunig, aber im Ganzen nicht boſe, freute ſie ſich, gleich vielen Maͤdchen, uͤber das


