Teil eines Werkes 
1. Th. (1826)
Entstehung
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bedeckten, und unter ihnen glaͤnzte die wilde Roſe mit ihren voruͤbergehenden Knospen.

Weiter hin ward das Ufer minder ſteil und all⸗ maͤhlig ſank es zu einer ſanften Höhe, die mit gruͤnem Raſen bedeckt, mit Baͤumen von anſehnlicher Höhe belebt war. Kein Ton miſchte ſich mit dem rauſchen⸗ den Gewäſſer, als der volltönende Geſang der Wach⸗ tel, das klagende Girren der Waldtauben, der abge⸗ brochene, obſchon nicht unmelodiſche Schrei des Ku⸗ kuk's. Gertrude ſah alles mit Entzuͤcken. Ihr Herz erweiterte ſich voll Freude, als ſie dachte, daß dieſe ſchoͤne Gegend zu ihrem Erbe beſtimmt ſey. Ein un⸗ freiwilliges Gefuͤhl von Liebe und Dankbarkeit gegen den Himmel trieb ſie, das Auge zum Geber alles Gu⸗ ten zu erheben. Es ſchwamm in Thraͤnen der Freude. Doch machte ſich hier blos die Ueberraſchung eines jungen, entzuͤckten, enthuſiaſtiſchen Herzens kund. Kein tieferes Gefuͤhl ward rege und verſtanden. Keine Furcht miſchte ſich mit der Freude; keine dunkle Zu⸗ kunft warf ihren Schatten auf den Spiegel, den die Einbildungskraft ihr vorhielt. Nur Bilder der Pracht und Macht, des Reichthums und der Groͤße, Bilder des irdiſchen Gluͤcks ſchwammen vor den Augen, die jetzt von der Erde zum Himmel ſchauten.

Sie ward aus ihren Traͤumen durch einen tiefen Seufzer oder beſſer ein Stohnen ihrer Mutter geweckt. Dieſe lehnte im Wagen und ſchien offenbar von einem ſchmerzlichen Gefuͤhle geiſtiger oder korperlicher Art uͤberwaͤltigt. Miß St. Clair war daran gewohnt, die