undenklichen Zeiten geſchätzt worden. Alle Mitglieder derſelben waren daher tief und unheilbar verwundet, wie der edle Thomas St. Clair, der juͤngſte Sohn des Grafen von Roßville, ſich mit der niedrig gebornen Miß Sarah Black, einem huͤbſchen Mad⸗ chen von dunkler Herkunft und ohne Vermoͤgen, ver— heiratheke. Bei ſolcher Verbindung mußte jeder Um⸗ ſtand die gereizten Gemuͤther in der Familie Roßville erbittern. Nichts konnte ſie beſchwichtigen, denn Ju⸗ gend und Schoͤnheit allein hatte die junge Frau dem Stolze und Ehrgeize entgegen zu ſetzen. Die ge⸗ wöhnlichen Folgen, welche ungleiche Ehen beglei⸗ ten und wahrſcheinlich immer begleiten werden, tra⸗ ten auch hier ein. Die Anverwandten waren unzu⸗ frieden; es fehlte an Geld; das Lachen der Welt war zu fuͤrchten; kurz, alle die tauſend Uebel zeigten ſich, Die dieſes Fleiſches Erbtheil ſind,
wenn es die der Familie ſchuldige Treue bricht.
Es giebt Seelen, die ſolchen Dingen entgegen zu treten, ſie zu beſiegen wiſſen, welchen ſelbſt das edle Erbtheil ward, die Ehre fuͤr etwas mehr, als einen angebornen Namen zu halten; welche eine edlere Aus⸗ zeichnung, die ſich Allen öffnet, auf dem Wege irgend einer ehrenvollen Laufbahn zu erwerben ſuchen. Doch ſolche Seelenſtärke hatte Herr St. Clair nicht. Er war ein Mann von ſchwachem Kopfe, traͤge und un⸗ thätig, gerade mit ſo viel richtigem Gefuͤhle, um zu wuͤnſchen, der Armuth, der Verachtung zu entgehen, welche ihm ſeine Verheirathung zugezogen hatte. Zu⸗
——


