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Das geht mir nahe; aber hier iſt die Rede davon, ob du dein Wort brechen darfſt? davon!
Moritz beſann ſich lange, dann ſchlug er die Augen gen Himmel, biß die Lippen zuſam⸗ men, ſchlug ſich vor die Stirn, und ſagte bit⸗ ter: ſo fahre hin, ſchöner Draum! Ade Gluck und Freude! Laß uns gehen, Alter! Ich ziehe nach Sankt Georgen als Moͤnch!
Johann folgte ihm, und er ſuchte den Auf⸗ gebrachten zu beſaͤnftigen. Er ſagte, wie fuͤr ſich: weiß ich doch, daß Amelie ihn liebt. Ein Blinder mags ſehen! Mag doch die Mut⸗ ter den Freier in ihren Schutz nehmen, dich nimmt Ameliens Herz in Schutz—
Wenn ich immer nicht rede? nie ſage, daß ich ſie liebe? Soll ich denn gegen ſie ein Luͤg⸗ ner ſeyn, weil ich Euch mein Wort gegeben habe
Moritz, kurz und gut! Biſt du gebunden dein Wort zu halten? Nein, ſieh mich nicht ſo flehend an; denn du dauerſt mich ohnehin, armer Schelm! alſo ja? Run denn! Willſt du es halten oder nicht?
Das eben iſt das Elend; ich muß es halten und gehe verloren.
Da aber wurde Johann beredt, überre⸗ dender wie Cicero, daß Amelie ihn liebte, daß
Amelie


