Teil eines Werkes 
2. Theil (1816)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Grund doch uͤberzeugt, dieß ſey endlich das himmliſche, lang erſehnte Weſen.

Als ich vorhin mein Schlafzimmer verließ⸗ hatte ich es ſorgfaͤltig verſchloßen, und den Schluͤßel abgezogen; auch fand ich bey meiner Zuruͤckkunft die Thüre verſchloßen.

Ich trete herein; ich ſehe nichts ungewoͤhn⸗ liches; kein Licht, als das ich in Haͤnden hielt. Ich gieng umher, unterſuchte alles ſorgfaͤltig; die aͤußere Thuͤre war von innen verſchloßen. Ohne die Blumen⸗Kette haͤtte ich geglaubt, ge⸗ traͤumt zu haben. Aber ſie war ein entſchei⸗ dender Beweis der Wirklichkeit einer Erſcheinung, und bald blieb mir kein Zweifel.

Ich nahte mich dem Bette; ich ſezte das Licht auf den Nacht⸗Tiſch; ich legte mich, und wollte noch einige Seiten in meinem theuren Gabalis leſen; ich nehme das Buch. Wel⸗ ches Erſtaunen! An der Stelle, wo ich ſtehen blieb, waren zwey Blaͤtter loß; ſie waren vom ſchoͤnſten/ ſanfteſten Himmelblau. Einige goldne glaͤnzende Sternchen, gleich einem Geſtirn ge⸗ ordnet, dienten zum Titel⸗Blatt. Das Papier war ſo zart, ſo durchſichtig, daß man es fuͤr Flor haͤtte halten koͤnnen.

Anfangs ſah ich nichts darauf; aber bey

aufmerkſamer Anſicht, entdeckt' ich ſo feine, zarte Buch⸗