des Schiſals le Hofnungen ſich damals, Stürme und och waren ſi leinen Leiden er Freuden wr ihre Her⸗
katzen fütterte, er recht littet Herr Rath högrfen, der ſieht, mihdet ilheln, ſih zu erheben, ongener Ge⸗ tch gültge
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Nicht anders, und ich love ihn auch drum, verſetzte Ludwig. Er
folgt der Eingebung ſeines Gemüthes und verachtet die Formen des alten Herkommens.
Wird aber dieſe Ehe nicht angefochten werden von den Agnaten des Hauſes? Werden dieſe ihr volle Gültigkeit zugeſtehen? fragte Sophie weiter.
Angefochten? Ganz ſicher; denn der Streit darf ja nicht enden, der Hader nicht ſchweigen, ich habe ja dieſen furchtbaren Fluch ausge⸗ ſprochen, aber ein hoher Troſt iſt im Buche aller Bücher enthalten, welcher lautet:„Selig iſt der Mann, der die Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewähret iſt, wird er die Krone des Lebens empfahen.“ Mein Vetter iſt treu und beharrlich, das freut mich wahrhaft, er ſetzt ſeinen Willen durch trotz aller widrigen Schickſale, die ihn betroffen, und Niemand hat ein Recht, ihn zu tadeln, daß er ſeinem Herzen folgt, daß er der Frau, die er wahrhaft liebt, daß er der Mutter ſeiner Söhne, und dadurch den letzteren ſelbſt die Rechte gibt, die ihnen ge⸗ vühren, die aber ganz ſicherlich auf das Heftigſte werden angefochten und beſtritten werden.
Ich verſtehe Nichts von dem Recht und den Rechten ſolcher alten deutſchen Familien, ſprach Sophie. Ich glaube auch nicht, daß in allen Ländern ſo ſtrenge und peinliche Anſichten und Geſetze herrſchen. Du ſelbſt haſt mir früher einmal erzählt, daß man hierüber in Eng⸗ land ungleich vernünftiger denke, wie in Deutſchland. Auch in Frank⸗ reich herrſcht für die Herzen mehr edle Freiheit.
Unſere deutſchen Geſetzgeber ſind ſammt und ſonders Juriſten, deren Zöpfe ſo lang und unförmlich ſind, wie das weiland römiſche Reich ſelber. Da darfſt du nicht nach Gefühl und nach dem Herzen fragen, ſondern nur nach Pergament und Schweinsleder. Es iſt ein Jammer damit und wird es ewig bleiben, wenn nicht einmal am guten Tag ein reformatoriſcher Titane von Gott berufen den ganzer Plunder des alten ſogenannten römiſchen Rechts mit all' ſeinen Pandekten, Inſtitu⸗ tionen, Digeſten, Gloſſen und wie das Zeug weiter heißt, aus Deutſch⸗ land hinausfegt, und an die Stelle der Verdrehung, der wälſchen Wortklauberei, Spitzfindigkeit, Lüge und Fälſchung den Altar des ein⸗ fachen urheiligen Naturrechts; und der ewigen Wahrheit etrichtet. So
lange wir Deutſche nöch berechtigt ſind, mit Goethe zu klagen: 28*
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