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treue Diener ihn aus dem Hauſe ſtürzen ſah, ließ er das Pferd los und eilte Jenem nach. Berthelmy ging zwiſchen dem Dorf und dem Bach, welcher ſich raſch und rauſchend ergoß, auf die Wieſenfläche— augenſcheinlich um ſich zu ſammeln und in ſeiner kritiſchen Lage irgend einen Plan zu faſſen. Sein Blut kochte in ohnmächtigem Grimme; es war, das ſah er ſelbſt wohl ein, kein Spaß mehr mit dieſen deutſchen Bauern zu machen, die Erinnerung des Landvolkes an den Druck, an den Uebermuth der Franzoſen war noch zu neu und lebendig; überall mußten dies die Franzoſen auf ihrer Flucht nach dem Rheine empfin⸗ den, das Landvolk beſonders kannte oft kein Erbarmen mit einzelnen Flüchtlingen und Manchen derſelben traf blutig die rächende Nemeſis.
Kaum war der Hauptmann aus dem Hauſe und Philipp ihm vom Hof aus nachgefolgt, indem er raſch einen Steeg überſchritt und längs des mit hoher Planke umfriedeten Wieſengartens abwärts, dem Bache der Rodach nachging, ſo winkte Pachter Kaiſer einem Knecht im Hofe und gebot ihm, hinüber in das Dorf zu laufen, die Bauern zur Hülfe zu rufen, und wenn es ſein müßte, ſelbſt die Sturmglocke ziehen zu laſſen.
Der Hauptmann verſchwand unter den Weiden, die ziemlich dicht an einer Stelle der Thalwieſen ſtanden. Als er ſein Blut beruhigt glaubte, kehrte er wieder um,— da ſtand Philipp vor ihm, wie aus der Erde gewachſen und vertrat ihm den Weg.
Die verſprengten Soldaten im Schloſſe hielten ſich ruhig, ſie fielen mit der Gier halbverhungerter Menſchen über die Speiſen und Ge⸗ tränke her, die man ihnen willig reichte; indeſſen ſammelte ſich bald ein Bauernhaufe vor dem Schloſſe, mit allerlei Schießgewehr, Säbeln und Dreſchflegeln.
Als der Pachter dieſen Suceurs anlangen ſah, rief er den Soldaten zu, daß ſie nun ſuchen ſollten davonzukommen.
Die Franzoſen riefen vergebens nach ihrem Kapitän, den ſie erſt jetzt vermißten. Bald ſahen ſie ein, daß ſie dieſer Uebermacht gegen⸗ über den Kampf nicht wagen dürften. Die Bauernſchaar verſtellte den Flüchtigen den Weg ins Dorf und nach der Stadt, nöthigte ſie einen Feldweg einzuſchlagen, der ſich gleich hinter dem Schloß und den Gutsgebäuden nach Streifdorf und ſüdwärts zog, und gab ihnen unter deutſchen Kernflüchen noch eine Strecke weit das Geleite.
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