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Der Negerkönig Zamba : eine Sklavengeschichte. Seitenstück zu "Onkel Tom's Hütte" / [Barth]
Entstehung
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18 2. König Zembola und Kapitän Winton.

widerfahren zu laſſen, muß ich bemerken, daß es bei ihm als Regel galt, nie mit ſeinen nächſten Nachbarn Krieg zu führen. Er ſtand lieber auf einem freundſchaftlichen Fuße mit ihnen, und ſo dienten ſie ihm auch als eine Art von Feſtung oder Schutzmauer gegen die Angriffe anderer Stämme. Außer den Sklaven, die er auf dieſen Kriegs⸗ zügen bekam, verſchaffte er ſich eine noch viel größere Zahl durch ehrlichen Handel, wenn man dieſes Wort in einem ſolchen Fall gebrauchen darf. Er ſegelte oft den Congo hinauf mit einem Vorrat von engliſchen oder amerikaniſchen Waren; und indem er dieſe an die kleinen Könige aus⸗ tauſchte, die mehrere hundert Meilen weit einwärts im Lande wohnten, kam er jedesmal mit einer vollen Ladung zu billigen Preiſen zurück. Auf demſelben Weg verſchaffte er ſich auch Goldſtaub, Elfenbein und andere wertvolle Dinge. Sein königliches Amt war wirklich kein Ruheplätzchen, denn um ein ſolches Geſchäft im Gang zu erhalten, war nicht geringe Thätigkeit und Klugheit erforderlich.

Mein Vater hielt ſein Verſprechen hinſichtlich eines Schieß⸗ gewehrs, und etwa ein halb Jahr nach dem Pavianſchuß verſchaffte er mir eine kurze Flinte, mit der ich mich jeden Tag übte, ſo daß ich in zwei Monaten eine ziemliche Fer⸗ tigkeit im Schießen hatte. Ich kam mir jetzt als ein Held vor, der es mit zwanzig Pavianen oder Hyänen, wo nicht mit einem Löwen aufnehmen könnte; und es ſtand nicht lange an, ſo wurde meine Geſchicklichkeit auf die Probe ge⸗ ſetzt. Mein Vater hatte einen Jagdzug veranſtaltet, da verſchiedene Anfälle von wilden Tieren bei ſeinen Herden in der Nähe des Dorfes vorgekommen waren. Es wurden gegen 200 Mann aufgeboten, und auf meine dringende Bitte bekam ich Erlaubnis, ſie zu begleiten. Mein Vater war wirklich ein ſehr kühner Jäger, und hatte nach all⸗