Teil eines Werkes 
8.-10. Bdchn. (1845)
Entstehung
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Herrſchaft der Mediei ſo lange und ſo ſtandhaft verthei⸗ digten, ſich derſelben zuletzt entziehen konnten, haben wir geſehen. Verdienten ſie ihr Lvos? Wir haben den Muth⸗ Ja zu ſagen; zum Theil wenigſtens verdienten ſie es. Sie wollten Freiheit für ſich und doch unterdrückten ſie die uhter ihrer Herrſchaft ſtehenden Städte, nährten die blu⸗ tigen Parteikämpfe der Cancellieri und Panciatiechi in Pi⸗ ſteja, ſo daß die Gräber der piſaniſchen Felder gefüllt wurden und der Leichengeruch, die Luft verpeſtend, die Be⸗ völkerung zehndete, weil dieſe, wenn ſie zu zahlreich wurde, ſich hätte empören können; ſie verſtanden ihr eigenes Recht, aber nicht das fremde, ſie gebrauchten zweierlei Gewicht und zweierlei Maß. Als die Gefahr kam, trugen die unterworfenen Städte nur mit Widerwillen und gezwungen zur Vertheidigung von Florenz bei; ſie hielten ſeinen Fall für eine Befreiung und die Herrſchaft der Medici für eine Gleichſtellung mit ihrer alten ſtrengen Beherrſcherin.

Die Paleschi und die Optimaten, die durch ihren Verrath in den letzten Tagen der Belagerung der Qligar⸗ chie den Sieg hatten verſchaffen wollen, bemerkten ſpät erſt, daß ſie die Herrſchaft eines Einzigen begünſtigt hatten, welche ihnen alles Anſehen benahm und ſie beſtändig in Erniedrigung und Unthätigkeit erhielt.

Baccio Valori erhielt die gerechte Belohnung der Verräther, die Verachtung derjenigen, für die er ſich dem Verrathe unterzogen hatte, Schmach boi aller Welt und zuletzt noch unter Herzog Coſimo das Henkerbeil.

Auch Malateſta zog ſich, von ganz Italien als Ver⸗ räther gebrandmarkt, nach Perugia zurück, wo ihm weder das Anſehen, poch die Gnadenbezeugungen zu Theil wur⸗ den, die er ſich von Clemens VII. ausbedungen hatte. Auch wurde er von dem Cardinal Ippolito, dem päbſtli⸗ chen Legaten in der Stadt, gedrückt, dem der Pabſt nicht Einhalt thun wollte oder konnte und der offen die Mala⸗ teſta feindliche Partei des Baccio begünſtigte. Endlich zog